Spielbericht VfB Apolda

VfB Apolda 1. – SG Ober-/Unterweißbach 1. 3:0 (HZ 0:0)
Rabenschwarzer Tag in Apolda

Beim Blick auf das Ergebnis könnte man meinen, klare Sache für den starken Aufsteiger. Aber es verhielt sich anders. Die Zuschauer sahen ein ganz schwaches Kreisoberliga-Spiel, die Heimelf agierte in Halbzeit Eins sehr behäbig und ohne Ideen. Schlimm an diesem Tag war, dass die SG Ober/Unterweißbach sich dem schwachen Niveau anpasste. Die Strafe dafür gab es in der zweiten Hälfte. Hier ohne Punkte abzureisen, war äußerst bedenklich und frustrierend.

Zum Spielverlauf:

Bereits nach 45 Sekunden kamen die Gäste durch Marwin Glocke vielversprechend in den Apoldaer Strafraum. Den Ableger auf Daniel Unbehaun (1.) konnte dieser aber leider nicht im Kasten unterbringen. Es sollte sich noch herausstellen, dass dies fast die einzige Chance der ersten Halbzeit war. Dem heimischen VfB fehlte es an Spielwitz, und das Tempo war bei weitem nicht so hoch, wie noch in der Vorwoche. Die Gäste ließen sich einlullen, spielten abwartend und waren offenbar der Meinung, dass die Chancen sich von allein einstellen würden. Ein schöner Spielzug mit Ableger von Daniel Unbehaun auf Marcus Fuhrmann (16.) brachte einen Distanzschuss ein. Die beste Gelegenheit der SG hatte dann erneut Fuhrmann (38.) per Kopf, nachdem Martin Böhm einmal bis zur Grundlinie durchkam und gut geflankt hatte. Hier hatte Keeper Patrick Naumann gut reagiert. Torchancen bei den Hausherren waren während der kompletten Halbzeit Fehlanzeige. Dementsprechend war auch die Ansprache des Trainers in der Pause. „Holt euch die drei Punkte hier, leichter wird es in der Saison nicht mehr“

Nach dem Seitenwechsel startete dann Marcus Fuhrmann (46.) gleich mit einem Solo, der Abschluss aus 18 Metern war aber zu lasch. Im Gegenzug zeigte plötzlich der Gastgeber, wozu er in der Lage ist. Steven Weilepp startete über Links und schlug eine präzise Flanke. Tristan Prüger (47.), Neuzugang von Eintracht Wickerstedt und erst in der Halbzeitpause eingewechselt, nahm das Geschenk dankend an und verwandelte eiskalt. Der Schock für die Gäste hatte gesessen und sollte dafür sorgen, dass der VfB in Hälfte zwei wesentlich besser und auch selbstbewusster agierte. Für die SG war das einzige Positive, dass noch genug Zeit blieb, um das Resultat zu korrigieren. Aber die Gastgeber ließen nicht viel zu, vieles spielte sich im Mittelfeld ab. In der 69. Spielminute hätten die Hausherren mit einer Doppelchance schon erhöhen können. Marcel Beyer hatte auf der Linie gerettet und der zweite Versuch von Tom Knabe verfehlte knapp. Torwart Patrick Naumann blieb dann Sieger beim Vorstoß von Daniel Unbehaun (81.) und hielt seine Mannschaft in Front. Dann war auf einmal Action auf dem Platz. Torjäger Steven Weilepp (82.) tauchte aussichtsreich vor SG-Keeper Stephan Berger auf, der aber fischte dem Stürmer die Kugel vom Fuß. Der nächste schnelle Konter über Weilepp brachte aber dann die Entscheidung. Florian Werner (85.) nahm den Steilpass an und traf zum 2:0. Das letzte Aufbäumen der Gäste gegen die blamable Niederlage kam zu spät. Ein Strafstoß von Tobias Dornberger (88.) wurde vergeben, irgendwie passte das zu diesem gebrauchten Tag. Ein Freistoß von Fuhrmann (92.) trudelte nach Einsatz einiger Spieler im Fünfer an den Pfosten. Danach war die Luft raus und die Messe gelesen. Florian Werner (93.) setzte dem Spiel dann noch die Krone auf und erzielte mit einer Einzelleistung das 3:0.

Bei allem Ärger über dieses Spiel gilt es nun, ein positives Zeichen zu setzen und weiter an sich zu glauben. Die Saison ist noch zu jung, um hier die falschen Schlüsse zu ziehen.